Freelance-Satz-Rechner
Rechnen Sie den Tages- oder Stundensatz, den Sie als Freiberufler oder Berater verlangen müssen, aus Ihrem gewünschten Nettoeinkommen, Gemeinkosten, Steuern und realistischen nicht abrechenbaren Zeiten zurück.
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Ergebnis
Die meisten Ratschläge zu Freelance-Sätzen gehen von vorne: Man sucht sich eine Zahl, die vernünftig klingt, und hofft, dass sie die Kosten deckt. Dieser Rechner arbeitet stattdessen rückwärts: Er beginnt bei der einen Zahl, die wirklich zählt — dem jährlichen Nettoeinkommen, das Sie nach Hause bringen möchten — und ermittelt den Satz, der dorthin führt, nachdem Gemeinkosten, Steuern und realistische Buchungsquoten berücksichtigt wurden.
Der erste Schritt ist der Aufschlag: Erforderlicher Umsatz = gewünschtes Nettoeinkommen ÷ (1 − Gemeinkostenanteil − Steuerreserve). Wenn Sie 60.000 behalten wollen, nachdem Sie 15 % für Software, Versicherungen und Ausrüstung sowie 25 % als Selbstständigen-Steuerreserve zurückgelegt haben, müssen Sie 60.000 ÷ (1 − 0,15 − 0,25) = 60.000 ÷ 0,60 = 100.000 an Umsatz erwirtschaften — nicht 60.000. Diesen Schritt zu überspringen, ist der häufigste Grund, warum Freelance-Sätze zu niedrig ausfallen.
Der zweite Schritt ist der, über den man bei einer Festanstellung nicht nachdenken muss: Nicht jeder Arbeitstag ist abrechenbar. Von ungefähr 260 Arbeitstagen im Jahr ziehen Sie Urlaub, Krankheitstage sowie Zeit für Administration und Marketing ab, um Ihre abrechenbaren Tage zu erhalten. Dann teilen Sie den erforderlichen Umsatz durch diese Zahl für den Satz bei 100 % Auslastung. Aber 100 % Auslastung ist unrealistisch — die meisten Selbstständigen sind zwischen 50 % und 80 % ihrer abrechenbaren Kapazität gebucht — daher teilt der Rechner auch durch abrechenbare Tage multipliziert mit Ihrer angegebenen Auslastung in Prozent. Das ist der Satz, den Sie tatsächlich verlangen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen, je nachdem, wie viel Ihres Kalenders Sie voraussichtlich verkaufen können. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen ist meist größer, als man erwartet.
Weil der Auslastungsabschlag mit dem Aufschlag für Gemeinkosten und Steuern zusammenwirkt, zeigt eine kleine Sensitivitätstabelle den Tages- und Stundensatz bei 100 %, 70 % und 50 % Auslastung nebeneinander, sodass Sie genau sehen, wie viel ein schwächeres Quartal durch einen höheren Satz ausgeglichen werden müsste. Jede Zahl ist eine reine unformatierte Zahl ohne Währungsangabe, jede Formel wird mit Ihren eigenen Eingaben dargestellt und die gesamte Berechnung läuft lokal in Ihrem Browser.